Frühjahr und Sommer 2018: Naturschutzverein Koslar legt Blühflächen an

Frühjahr und Sommer 2018: Naturschutzverein Koslar legt Blühflächen an

Im Jahr 2014 warnte der damalige Umweltminister von NRW vor wirtschaftlichen Einbußen beim Anbau von Obst und Raps, sollte das Sterben vieler Insektenarten weiter gehen. Damals wurde davon ausgegangen, dass täglich etwa 130 Tier- und Pflanzenarten verschwinden würden. Dies birgt eine große Gefahr für die Menschheit. Es ist bekannt, dass schon viele Wildbienenarten ausgestorben sind, manche Arten  sind akut in ihren Bestand gefährdet.

Das Verschwinden der wilden Bienen sollte zum Nachdenken führen, denn damit verschwinden auch wichtige Bestäuber für Wild- und Nutzpflanzen. Das Bestäuben von Erdbeerfeldern, Apfelplantagen, Tomaten und vielem mehr wird in Zukunft dadurch nicht mehr erfolgen.

Eine der Hauptursachen dieses Problems ist die immer intensivere Nutzung landwirtschaftlicher Flächen und der Einsatz von Pestiziden aller Art. Ein weiterer Grund ist das Verschwinden von Randstreifen entlang der Felder. Ursachen dafür sind u. a. der Einsatz  immer größerer Maschinen sowie die vollständige Nutzung der Parzellen durch die moderne Technik.

Aber die Landwirtschaft ist nicht allein Ursache für das Artensterben. Auch durch die Ausdehnung der Städte und Industriegebiete gehen täglich viele Hektar wertvoller Flächen verloren. Die Zerstörung und Zerschneidung von naturnahen Lebensräumen trägt auch dazu bei. Letztendlich tragen auch die vielen „pflegeleichten“ grauen Steinwüsten in vielen Gärten ihren Teil an dem Fortschreiten des Insektensterbens bei.

Um dem entgegenzuwirken, hat der Naturschutzverein Koslar 2015 im Koslarer Wald ein großes Insektenhotel aufgestellt. Die umringende Fläche bestand aus Baum- und Strauchbewuchs sowie vielen Brennnesseln. Die Zugänglichkeit war nach einiger Zeit so gut wie unmöglich. Deshalb wurde 2017 ein Antrag an die Stadt Jülich gestellt, das Anlegen eines Insektenhügels zu genehmigen. Diese wurde erteilt, sodass – durch tatkräftige Mithilfe des Bauhofs – die Fläche vorbereitet und eine dicke Schicht Rindenmulch aufgebracht werden konnte. Im Frühjahr ergab sich die Gelegenheit, einige Ladungen Mutterboden zu bekommen. Mitglieder haben die Flächen vorbereitet und anschließend eine Blühpflanzenmischung eingesät. Hier entstehen jetzt langsam zwei kleine Flächen mit Blumen und Pflanzen, die einen kleinen Beitrag zum Fortbestand von Wildbienen, Hummeln und andere Insekten beitragen sollen.

Weiterhin wurde von der Leitung der Kreisstraßenmeisterei in Düren die Zustimmung erteilt, einige der „Bauminseln“ entlang der Ortsstraßen in Blühflächen zu ändern. So wurden durch den Einsatz einer größeren Zahl an Vereinsmitglieder an der Kreisbahnstraße drei Inseln in Blühflächen umgewandelt, ebenso zwei weitere an der Hasenfelder Straße.

Dies ist zwar nur ein kleiner Beitrag zum Fortbestand von Wildbienen und andere Bestäubern, aber man muss etwas unternehmen, um das Verschwinden  vieler Obstsorten zu verhindern.

Positiv ist, dass mittlerweile auch ein Umdenken bei einzelnen Landwirten stattgefunden hat und hier und da an Feldern wieder Randstreifen angelegt und gepflegt werden. Vielleicht gibt es noch Hoffnung und das Insektensterben wird durch weniger oder keine Verwendung von Pestiziden aufgehalten.

Wir vom Naturschutzverein Koslar würden uns freuen, wenn unser Beispiel auch andere Bürger ermutigt, tätig zu werden und weitere Bauminseln in Blühflächen zu verwandeln. Das wäre sicher auch eine Aufwertung der Straßen, auf jeden Fall aber ein freundlicherer Anblick.

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Frühjahr 2018: KGS Jülich baut Nistkästen in Kooperation mit dem Naturschutzverein Koslar

Frühjahr 2018: KGS Jülich baut Nistkästen in Kooperation mit dem Naturschutzverein Koslar

Seit Anfang des Jahres trifft sich einmal pro Woche eine Gruppe von fleißigen Handwerkern, um zu sägen, zu hämmern und zu schleifen. Schüler der KGS Jülich üben den Umgang mit Holz und entsprechendem Werkzeug im Rahmen einer AG. Doch soll dieser Umgang laut Kursleiterin Susanne Czichowski auch einen Zweck haben. So ergab sich die Idee in Kooperation mit dem Naturschutzverein Koslar Nistkästen zu bauen, um die heimische Vogelwelt zu unterstützen. Zusammen mit dem Vorsitzenden Willi Prömpers und dem Schriftführer Hubert Jägers entstanden Woche für Woche mehr und mehr Einzelteile, die nun zu den ersten fertigen Nistkästen zusammengefügt werden konnten. Stolz zeigten die Schüler ihre Nistkästen, die bald in den heimischen Gärten oder auf dem Schulhof der KGS Jülich den Vögeln ein neues Zuhause bieten sollen. Alle sind sich einig, dass diese Form von Unterricht riesigen Spaß macht und auch noch einen guten Zweck erfüllt. Die KGS Jülich dankt dem Naturschutzverein Koslar für die ehrenamtliche Unterstützung.

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November 2017 und Januar 2018: Alte Obstbaumsorte und Nistkästen für den Koslarer Kindergarten

Der Naturschutzverein Koslar hat der Kindertagesstätte "Unterm Regenbogen" in Koslar einen Obstbaum gespendet. Der Baum, eine alte Apfelsorte Malus Grafensteiner, wurde im Frühjahr 2017 bei der biologischen Station bestellt. Im November wurde der Baum durch die biologische Station nach Linnich geliefert und abgeholt. Am 25. Nov. 2017 wurde dieser dann auf dem Gelände des Koslarer Kindergarten gepflanzt.

Das Pflanzen des Baumes übernahmen Marco Ernst und Hubert Jaegers. Der Baum wurde durch zwei kräftige Pfosten gegen mögliche Wind- und Rasenmäherschäden gesichert. In etwa zwei bis drei Jahren werden wohl die ersten Äpfel geerntet werden können. Diese sollen die Kinder des Kindergartens sich schmecken lassen.

Mitte Januar 2018 wurden noch zwei kleine "Insektenhotels" an dem neu gepflanzten Baum angebracht. In Eigenleistung wurden Nistkästen für Meisen angefertigt. Davon wurden zwei an auf dem Kindergartengelände vorhandene Bäume angebracht. Weiterhin wurde eine Futterstelle an geeigneter Stelle aufgehängt. Die Leiterin des Kindergartens, Frau Körfer-Mommertz, war sehr erfreut über die Aktion und ist gespannt auf gefiederte Besucher und deren Nachwuchs.

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