Jahreshauptversammlung 2018

Am 15. April 2018 fand im Brauhaus "Wilhelm´s" in Jülich die 40. Jahreshauptversammlung des Naturschutzvereins Koslar statt. Nach der Begrüßung der Anwesenden durch den 1. Vorsitzenden Willi Prömpers gedachte die Versammlung in einer stillen Gedenkminute der verstorbenen Mitglieder. Die Tagesordnung wurde, im Einverständnis der Anwesenden, um den Punkt "Aufnahme neuer Mitglieder" erweitert und so konnte ein weiteres Mitglied im Verein aufgenommen werden. Im Laufe des vergangenen Jahres konnte der Verein sich über einen Zugang von weiteren neuen Mitgliedern freuen. Anschließend wurde der Tätigkeitsbericht des Vorstandes durch Willi Prömpers vorgetragen und die vielen Aktivitäten und Einsätze kurz angesprochen.

Vorstandsbericht2017 war für den Naturschutzverein ein überaus erfolgreiches Jahr. Sowohl mit Blick auf die Anerkennung und die Würdigung der Vereinsarbeit zum Schutz der Natur, wie auch die finanzielle Unterstützung durch einige Spender.

Bereits in 2016 wurde der Versuch gestartet, als Verein der öffentlichen Belange anerkannt zu werden. Groß war die Freude, als wir dann, Mitte 2017, vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW die Anerkennung nach §3 des Umwelt-Rechtsgesetz (UmwRG) erhielten. Somit haben wir die Möglichkeit zur Einlegung von Rechtsbehelfen zum Aufgabenbereich laut §1 der Satzung (Förderung des Naturschutz und der Landschaftspflege). Damit ist aber gleichzeitig auch eine zusätzliche Verpflichtung verbunden.

Ein weiterer Höhenpunkt war die Ehrung in Langerwehe für die ehrenamtliche Tätigkeit des Vereins durch den Landrat des Kreises Düren.

Der Naturschutzverein hat auch in 2017 wieder die Patenschaft für ein Tier im Brückenkopfpark übernommen, für einen schwarzen Schwan.

Die auf der Jahreshauptversammlung beschlossenen Satzungsänderungen wurden beim Notar in Auftrag gegeben und sind mittlerweile erfolgt. Der Vortrag von Herrn Rosenland (Rheinbraun) über die Sophienhöhe war sehr interessant. Daraufhin hat W. Prömpers ihn bezüglich einer Führung über die Sophienhöhe angesprochen. Terminlich hat das in 2017 nicht mehr stattfinden können, es ist deshalb auf 2018 verschoben. Die Wanderung findet nun Pfingstmontag, den 21. Mai 2018 um 9:30 Uhr statt. Wer interessiert an einer Teilnahme ist, soll sich rechtzeitig bei W. Prömpers anmelden.

Im Winter haben Thomas Doppler, Willi Prömpers und Hubert Jaegers fünf neue Nistkästen für den Steinkauz gebaut. Das Material dazu hatte Georg Gaspers gespendet. Unter Anleitung von Frau Siehoff wurde Ende März in der Wiese beim Landwirt Flatten ein zweiter Nistkasten installiert, auf dem Gelände von Gut Linzenich bei Kirchberg wurden zwei Nistkästen und im Bereich des Rurdamms, in der Nähe von Gut Hasenfeld, ein Nistkasten angebracht.

Die Nistkästen am Erlenweg wurden durch Willi Prömpers und Hubert Jaegers im Januar gereinigt. Dabei wurde festgestellt, dass nur ein Nistkasten benutzt wurde. Daraufhin wurden die Einfluglöcher der Nistkästen etwas vergrößert. Die Nistkästen am Grünen Weg wurden ebenfalls gereinigt und teilweise repariert.

Der Baumschnitt der Streuobstbäume an der Grundschule in Koslar wurde im Februar durch W. Prömpers und H. Jaegers durchgeführt. Thomas Doppler hat zur Ergänzung des Insektenhotels Holzstücke vorbereitet, die Nistmöglichkeiten für Hummeln, Wildbienen u. a. Insekten bieten. Das Schild des fehlenden Baumes am Heilig Geist Kreuz wurde als Infotafel für die Brennnessel umgewidmet. Auch wurden einige Infotexte ergänzt, erneuert und die Schilder gereinigt. Durch Sturmschäden mussten etliche umgefallene Bäume vom Waldlehrpfad geräumt werden. Im Herbst wurde der Waldlehrpfad mehrmals durch W. Prömpers und H. Jaegers vom Laub befreit.

Vereinsmitglieder führten mit Kindern vom Koslarer Kindergarten, Erzieherinnen und Eltern, am Sportplatzgelände und Genossenschaftsweg eine Müllsammelaktion durch. Es war ein voller Erfolg, zahlreiche Säcke mit Müll wurden gefüllt, zudem wurde auch eine Menge größerer Gegenstände zusammen getragen. Der als Spende für den Kindergarten bei der biologischen Station bestellte Obstbaum, eine alte heimische Sorte (Malus Grafensteiner), konnte im November abgeholt werden. Umgehend wurde dieser fachkundig durch Marco Ernst und Hubert Jaegers gepflanzt.

Vereinsmitglied Anna Klocke hat ihren VHS-Kurs mit Kindern in 2017 im Koslarerwald durchgeführt. Förster Weyland hat seine Zustimmung dazu erteilt. Es fanden 4 Termine von 1,5 bis 2 Stunden jeweils Donnerstagnachmittags statt. Die auf Initiative von G. Gaspers zustande gekommen Zusammenarbeit zwischen der „Kette“ (Betreuung von seelisch kranken Mitmenschen) und dem NVK war für beide Seiten erfolgreich. Der NVK hat Nistkasten-Bausätze gefertigt, die anschließend durch Bewohner der „Kette“ zusammengebaut wurden. In einer gemeinsamen Aktion wurden diese später angebracht. Zusätzlich wurden der „Kette“ weitere Bausätze für eigene Verwendung zur Verfügung gestellt.

Beim Bürgermeister wurde beantragt, am Rurauenweg die entstandenen Fehlstellen in der Allee durch Neupflanzung zu schließen. Das ist im Herbst durch das Pflanzen von fünf neuen Bäumen erfolgt. Weiterhin wurde beantragt, am Insektenhotel im Koslarerwald eine Blumenfläche anzulegen. Das Anliegen wurde an den Bauhof weiter geleitet. Daraufhin fand eine Besichtigung durch Vertreter der Stadt Jülich und W. Prömpers statt. Laut Aussage der städtischen Mitarbeiter wird eine Blumeneinsaat an der Stelle wegen des sauren Bodens nicht funktionieren. Die Stadt wird einen Pfad vom Gerhard-Lisken-Weg zum Insektenhotel anlegen. Als Deckschicht ist eine dicke Schicht Rindenmulch vorgesehen. Die Arbeiten wurden angefangen und sollen vor dem Frühling abgeschlossen sein. Der NVK versucht mit Hilfe des Bauhofs das Erdreich durch das Aufbringen von humusreicheren Boden zu verbessern, um dann doch eine Blühfläche zu erhalten.

Der Verein engagiert sich mit seinem Wissen und Sachkenntnis in einigen städtischen Gremien (Umweltbeirat, Planungs-, Umwelt und Bauausschuss (PUB) und bei der Baum/Grünflächenpflege durch den Bauhof). Bezüglich der Pflege von Kreisverkehren ist eine Absprache zwischen Naturschutzverein und Herrn Krieger vom Bauhof der Stadt Jülich erfolgt. Die Flächen in Kreisverkehren werden zukünftig nur zweimal im Jahr gemulcht und sonst der Natur überlassen. Dadurch wird für Bienen und Insekten ein möglichst naturbelassener Lebensraum geschaffen und der Arbeitsaufwand für die städtischen Mitarbeiter wird gleichzeitig reduziert. Bei einigen Kreisverkehren muss leider für die Verkehrssicherheit wöchentlich gemäht werden.

Zum Schluss dankte W. Prömpers dem Ehrenmitglied Brigitte Sturm für ihre 40 jährige Mitgliedschaft und die Arbeit, die Sie in den vielen Jahren für den Verein geleistet hat.

Der Kassenbericht des Jahres 2017 wurde durch die Kassiererin vorgetragen. Die Tierpatenschaft, Versicherungen, Baum-, Geräte-, Portokosten und Büromaterial waren der Hauptteil der Ausgaben. Die Einnahmen setzten sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden zusammen. Die finanzielle Situation des Vereins ist zurzeit sehr gut. Die zwei Kassenprüfer haben die Kasse geprüft. Diese war korrekt geführt und es gab keine Beanstandung. Somit wurde durch Jürgen Böll die Entlastung des Vorstandes beantragt, welche auch einstimmig erteilt wurde.

Der Vorstand war bereit weitere zwei Jahren den Verein zu führen. Es wurde der Vorschlag gemacht den gesamten Vorstand in einen Wahlgang zu wählen. Daraufhin wurde durch Wahlleiter Stefan Klocke vorgeschlagen, die Wiederwahl des Vorstandes, in öffentlicher Wahl durchzuführen. Das Ergebnis war: 22 für, 3 Enthaltungen, ohne Gegenstimme. Die Wahl wurde angenommen. Da Marco Ernst nicht mehr als Beisitzer zur Verfügung stand und der Vorstand weitere Unterstützung braucht, wurden R. Mohl, R. Theisen und R. Sylvester anschließend zu neuen Beisitzern gewählt.

Zu Kassenprüfern für 2018 wurden Jürgen Böll und Manfred Ulrich einstimmig- und zum Reservekassenprüfer wurde Helmut von Wirth gewählt.

Diesmal hatte Prof. Dr.-Ing. K. Schwarzer sich freundlicherweise bereit erklärt, mittels einer Powerpoint-Präsentation, einen Vortrag zum Thema "Ressource Trinkwasser" zu halten. Unsere Erde besteht zwar zum größten Teil aus Wasser, doch davon ist nur ein ganz geringer Teil sauberes Trinkwasser. Die in unseren Breiten vorhandene Selbstverständlichkeit, dass das Trinkwasser einfach aus der Wasserleitung kommt, ist ein hohes und sehr wertvolles Gut. Wir sollten das schätzen und wissen, dass in vielen ärmeren Ländern der Welt die Menschen gezwungen sind, viel Zeit für die Beschaffung von Wasser aufzuwenden. Die Privatisierung der Trinkwasserversorgung ist gefährlich. Diese wird auf Gewinn ausgerichtet sein und durch die höheren Kosten den Zugang für viele Menschen erschweren bzw. unmöglich machen. Im weiteren Verlauf des Vortrags zeigte Prof. Dr.-Ing. Schwarzer einige seiner Projekte, wie in diesen Ländern sauberes Wasser mit wenig Energieaufwand hergestellt werden kann. Mit einer so genannten Tröpfchenbewässerug wird es dann sogar möglich, Gemüse anzubauen, ohne den Boden mit verschmutztem, teilweise giftigem Wasser zu verseuchen. Es war für jeden sehr interessant und passte gut zu den Zielen des Vereins.

Der 1. Vorsitzender dankte Prof. Dr.-Ing. Schwarzer für seinen interessanten Vortrag

Anschließend gab es zur Stärkung eine leckere Gemüsesuppe und genügend Zeit für einen regen Gedankenaustausch.

Hubert Jaegers

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